Ein Angebot umformulieren, eine Mail an einen verärgerten Kunden entschärfen, ein Protokoll zusammenfassen: Für solche Aufgaben ist ein Sprachmodell eine echte Hilfe. Genau dabei landen aber schnell Namen, Adressen und Vertragsdetails in einem fremden System. Wer das von Anfang an regelt, kann KI entspannt einsetzen.
Wo das Risiko wirklich liegt
Bei den meisten Diensten werden Eingaben auf Servern des Anbieters verarbeitet. Je nach Tarif und Einstellung können sie gespeichert oder zum Training genutzt werden. Für einen Werbetext ist das egal. Für die Krankmeldung einer Mitarbeiterin oder die Reklamation eines Kunden ist es das nicht.
Dazu kommt, dass viele Teams KI mit privaten Konten nutzen. Dann weißt du als Betrieb nicht, welche Daten wo liegen, und kannst sie im Zweifel auch nicht löschen lassen.
Fünf Regeln, die sofort helfen
- Firmenkonten statt privater Konten. Lege fest, welche Werkzeuge erlaubt sind, und nutze sie über ein Konto des Unternehmens. So behältst du den Überblick und kannst Einstellungen zentral setzen.
- Training abschalten. Prüfe in den Einstellungen, ob Eingaben zum Verbessern des Modells verwendet werden, und schalte das ab, wo es geht. Business-Tarife schließen das meist vertraglich aus.
- Personenbezug raus, bevor du einfügst. Ersetze Namen, Adressen, Telefonnummern und Kundennummern durch Platzhalter. Das Ergebnis wird dadurch nicht schlechter.
- Ein Vertrag für echte Kundendaten. Sollen personenbezogene Daten verarbeitet werden, brauchst du mit dem Anbieter einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Ohne ihn bleiben solche Daten draußen.
- Ergebnisse prüfen, bevor sie rausgehen. Sprachmodelle formulieren überzeugend, auch wenn etwas nicht stimmt. Was an Kunden geht, liest ein Mensch gegen.
Eine Seite Regeln reicht
Du brauchst kein Handbuch. Eine Seite mit erlaubten Werkzeugen, Beispielen für erlaubte und verbotene Eingaben und einer Ansprechperson für Fragen deckt den Alltag ab. Hänge sie dort auf, wo dein Team arbeitet, und geh sie einmal gemeinsam durch.
Gute Faustregel: Was du nicht in eine Mail an einen Fremden schreiben würdest, gehört auch nicht in ein öffentliches KI-Werkzeug.
Wenn KI an echte Daten soll
Spannend wird KI oft genau dort, wo Kundendaten im Spiel sind: Anfragen sortieren, Angebote vorbereiten, Dokumente auswerten. Dafür gibt es Wege, bei denen die Daten unter Vertrag verarbeitet werden oder dein System nur das an ein Modell schickt, was für die Aufgabe nötig ist. Welcher Weg passt, hängt von deinen Abläufen und deiner Software ab.
Wenn du so etwas in deinem Betrieb in Aachen oder der Region planst, schauen wir uns deinen Ablauf gemeinsam an und sagen dir ehrlich, ob sich KI dort lohnt.
Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung. Für verbindliche Fragen zum Datenschutz wende dich an deine Datenschutzberatung.
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